Antibabypillen - FAQ

1. Welche Antibabypille ist die beste Wahl?
 
Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, da jede Frau anders reagiert. Im Gespräch mit Ihrem Frauenarzt wird individuell die für Sie beste Antibabypille gefunden. Nur so lässt sich die Frage beantworten, welche Antibabypille für Ihren Körper und Ihre Situation die beste ist.


 2. Wie unterscheiden sich die Antibabypillen?
 
Man unterscheidet zwischen Mini-Pillen und Micro- bzw. Normalpillen.
 

Mini –Pille (auch Gestagen-Pille): Enthält nur Gelbkörperhormon 

Mini-Pillen sind Antibabypillen, die nur Gelbkörperhormone (Gestagene) enthalten und keine Östrogene. Sie greifen meist nicht in die Eireifung ein, und es findet in der Regel ein Eisprung statt. Minipillen wirken dadurch, dass Sie den Schleim im Gebärmutterhals für Samenzellen undurchlässig machen.

Die Schutzwirkung ist bei klassischen Mini-Antibabypillen nur dann zuverlässig, wenn diese jeden Tag zum selben Zeitpunkt (maximal drei Stunden verzögert) eingenommen wird. Dadurch ist der Verhütungsschutz in der Praxis nicht so hoch wie der bei Micropillen.
 
Dafür gibt es bei Mini-Pillen weniger Nebenwirkungen und Gegenanzeigen als bei der Normalpille. Mini-Pillen sind auch in der Stillzeit ein geeignetes Verhütungsmittel, Micropillen nicht.


 
Micro- und Normalpillen: Unterschiede im Östrogengehalt (E2) und unterschiedliche Gestagene
 
Die Micropille bzw. „Normalpille“ ist das am weitesten verbreitetste Verhütungsmittel in Deutschland und gelten als sehr zuverlässig.
 Diese Antibabypillen enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen in den verschiedensten Dosierungen und Zusammensetzungen. Diese unterdrücken die Eizellenreifung und den Eisprung. Außerdem verändern diese Antibabypillen die Konsistenz des Schleimpfropfs im Muttermund, sodass nur noch wenige Spermien in die Gebärmutter gelangen können. Auch die Gebärmutterschleimhaut verändert sich so, dass die Einnistung einer befruchteten Eizelle sehr viel unwahrscheinlicher wird.

 


 3. Kann man Antibabypillen problemlos absetzen?
 
Jede Antibabypille kann ohne Schwierigkeiten abgesetzt werden. Allerdings sollte dies nach Möglichkeit geplant geschehen und nicht mitten in einem Einnahmezyklus. Jede Frau reagiert individuell auf das Absätzen der Pille. Bei einigen Frauen kann es etwas dauern, bis sich der Zyklus wieder normalisiert. Wenn Sie vor der Einnahme der Antibabypille einen etwas unregelmäßigen Zyklus hatten, wird dies auch nach dem Absetzen wieder so sein. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass Sie sofort schwanger werden können. Falls dies der Grund für das Absetzen der Antibabypille ist, ist manchmal ist etwas Geduld gefragt. Denn nicht jeder Körper stellt sich zügig auf die neue Situation ein. 


 
 4. Wie erfolgt die Antibabypillen Einnahme?
 
Wird die Antibabypille das erste Mal eingenommen, muss die Einnahme am ersten Tag der Regelblutung erfolgen. Zwar kann auch später mit der Pille begonnen werden, doch dann besteht für den kompletten Zyklus kein Schutz gegen eine Schwangerschaft. Wird die Pille jedoch am ersten Tag der Periode eingenommen, besteht auch sofort ein Schutz gegen eine Schwangerschaft. Es ist bei jeder Antibabypille sinnvoll, sie ungefähr zur gleichen Uhrzeit einzunehmen. So wird die Gefahr verringert, dass die Pille vergessen wird. 
 

 
 5. Antibabypillen von A-Z
 
 Es gibt auf dem deutschen Markt 70 verschiedene Präparate. Genauer handelt es sich um 3 Minipillen und 67 andere Antibabypillen.
 Je nach persönlichen Ansprüchen findet der Frauenarzt so garantiert ein passendes Präparat für Sie. Wenn Sie Hautprobleme haben, wird unter Umständen eine Pille mit einer höheren Hormondosis ausgewählt. Preislich gibt es auch erhebliche Unterschiede. Falls keine besonderen Anforderungen an die Pille gestellt werden, können Sie sich mit Ihrem Frauenarzt für eine preiswerte Pille entscheiden. Je nach Sorte kommen ein oder mehrere Wirkstoffe zum Einsatz. 
 
 
Unter "A" finden sich die Sorten Aida und Asumate. Weitere bekannte Sorten sind Balance, Belara, Femigoa, Petibelle, Valette, Yasmin und Yasminelle. Doch die Namen sagen sehr wenig über die Zusammensetzung aus. Häufig sind verschieden bezeichnete Pillen eigentlich identisch in der Zusammensetzung. Hierbei handelt es sich häufig um Estrogen-Gestagen Kombinationen. Bei den Sorten Cerazette oder Microlut handelt es sich um Minipillen, die nur Gestagen enthalten. Pillen wie die Valette werden gerne bei Akne eingesetzt, da sie laut klinischen Studien das Hautbild verbessern.