Eierstockentzündung

Grundlegende Fragen und Antworten zum Thema Eierstockentzündung

Welche Beschwerden deuten auf eine Eierstockentzündung hin?

Die Beschwerden sind sehr unterschiedlich und können von leichten Schmerzen bis hin zu starken Unterbauchbeschwerden reichen. Fieber und Abgeschlagenheit sind ebenfalls Anzeichen. Zwischenblutungen und eine gespannte Bauchdecke sowie Schmerzen im unteren Rücken gehören ebenfalls zu den häufigsten Beschwerden.

 

Welche Symptome treten bei einer Eierstockentzündung auf?

Da verschiedene Bakterien der Auslöser sein können, gibt es unterschiedliche Symptome bei einer Eierstockentzündung. Diese können schwach ausgeprägt sein oder auch sehr stark. Die erkrankten Frauen haben oft übel riechenden, eitrigen Ausfluss. Brennen und Jucken, sowie Probleme beim Wasser lassen sind ebenfalls häufig. Fieber ist ein Alarmsignal, welches unbedingt beachtet werden sollte. Eierstockentzündung Symptome können sehr individuell sein. 


Kann die Patientin eine Eierstockentzündung selbst diagnostizieren?

Diese Diagnose sollte dem Arzt überlassen werden.

 
Welche Risiken sind mit einer Eierstockentzündung verbunden?

Eine Eierstockentzündung birgt viele Risiken. Unter anderem droht Unfruchtbarkeit, weil die Eileiter verkleben können. Breitet sich die Entzündung im ganzen Bauchraum aus, kann sie lebensbedrohlich werden. 


 
Wie wird eine Eierstockentzündung behandelt? Kommt nur ein Antibiotikum infrage oder gibt es alternative Behandlungsmethoden?
 
 Antibiotika bieten die Möglichkeit, diese Entzündung schnell und sicher zu behandeln. Alternative Medikamente bringen häufig nicht den gewünschten Erfolg. 
 

Wie lange dauert eine Eierstockentzündung bei sachgemäßer Behandlung?
 
 Bis zur vollständigen Abheilung können 14 Tage vergehen, meist sind die Beschwerden nach einer Woche deutlich besser.
 

Woher kommt eine Eierstockentzündung und kann sie vermieden werden?
 
 Bei einer Eierstockentzündung handelt es sich um eine aufsteigende Infektion, die hauptsächlich durch Bakterien hervorgerufen wird. Diese Fehlbesiedlung der Scheide kann sich bis zu den Eierstöcken hochziehen.
 Eine bakterielle Infektion sollte deshalb zügig behandelt werden, damit sie nicht aufsteigen kann. Häufige Partnerwechsel begünstigen eine Entzündung der Eierstöcke. Ebenso kann das Tragen einer Spirale der Auslöser einer Entzündung sein. 
 
 
Welche Laboruntersuchungen sind nötig, um eine Eierstockentzündung abzuklären?
 
 Eine Leukozytenbestimmung zeigt, ob eine Entzündung vorliegt. Der BSG-Wert (Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit nach Westergren) zeigt ebenfalls erhöhte Entzündungswerte an. Auch die CRP – Bestimmung (C-reaktives Protein) weist eine hohe Spezifität und Sensitivität bei der Erkennung akuter und chronischer Entzündungen auf. 
 

Was wird bei einer chronischen Eierstockentzündung getan?
 
 Da die Scheide immer wieder von Bakterien besiedelt wird, sollte eine Sanierung erfolgen. Dadurch wird die natürliche Abwehrfunktion wieder gestärkt. Eine sogenannte Resorptiv-Kur mit Tabletten ist hilfreich. Im Einzelfall kann auch eine Blasenspieglung sinnvoll sein. 
 

Kann die Spirale oder andere Verhütungsmethoden eine Eierstockentzündung auslösen?
 
 Dies ist möglich, da gerade am Faden der Spirale Bakterien leichter aufsteigen können. Andere Verhütungsmittel schwächen manchmal die natürliche Abwehrfunktion und sind so indirekte Auslöser. 
 

Wie wichtig ist Bettruhe bei einer Eierstockentzündung?
 
 Wenn Fieber und/oder starke Schmerzen vollliegen, ist Bettruhe durchaus sinnvoll. 
 

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Eierstockentzündung und Eierstockzysten?
 
 Nein, Zysten treten unabhängig von Entzündungen auf.
 

Müssen Eierstockzysten operativ entfernt werden?

Nein, erst wenn die Zysten über 4 cm groß sind oder Beschwerden verursachen, müssen sie entfernt werden. Bei Schmerzen ist die Größe irrelevant.
 

Können Eierstockzysten bösartig sein?

Eierstockzysten sind nicht bösartig.

 
Sind Eierstockzysten erblich bedingt und wie entstehen sie?

Nein, die Veranlagung für Eierstockzysten ist nicht erblich. Sie entstehen entweder aus den Follikeln oder aus dem Gelbkörper nach dem Eisprung.
 

Welche Beschwerden können durch Eierstockzysten entstehen?

Eierstockzysten verursachen u. U. ein Druckgefühl im Unterbauch. Manchmal strahlt dieser Druck auch auf benachbarte Organe, wie Blase oder Darm, aus.
 

Wo sitzen Eierstockzysten meist und wie werden sie festgestellt? 
 Eierstockzysten befinden sich in oder auf den Eierstöcken, also rechts und links von der Gebärmutter. Da ein Tastbefund schwierig ist, werden sie meist durch Ultraschall festgestellt.

 
Müssen Frauen nach der Menopause Angst haben, dass die Zysten Krebs bedeuten?
 
 Die Zysten selbst sind nicht bösartig. Leider bilden sich bei Eierstockkrebs häufig auch Zysten, deshalb sollte bei Zysten eine weiterführende Untersuchung erfolgen.